Schmuck aufbewahren: So vermeidest du Kratzer, Knoten und schwarzes Silber

Die meisten Schäden an Schmuck entstehen nicht beim Tragen, sondern in der Schublade. Ringe reiben aneinander, Ketten verknoten sich und Silber wird schwarz. Mit der richtigen Aufbewahrung verhinderst du das größtenteils. In diesem Artikel liest du, wie.

Willst du wissen, wie du Schmuck reinigst oder wie du bei jedem Edelstein mit Hitze, Licht und Behandlungen umgehst? Dann lies Schmuck reinigen und Edelsteine und Perlen pflegen.

Warum Schmuckstücke sich gegenseitig beschädigen

Materialien unterscheiden sich stark in ihrer Härte. Das härtere Material zerkratzt das weichere. Das wird oft auf der Mohs-Skala ausgedrückt, von 1 (sehr weich) bis 10 (am härtesten).

Zeichnung: die Mohs-Härteskala mit Edelsteinen, Perle, Gold und Silber

Gold und Silber liegen bei etwa 2,5 bis 3. Ein Diamant (10) zerkratzt also alles: deine anderen Steine, aber auch das Gold deiner Ringe. Sogar gewöhnlicher Hausstaub enthält Quarzteilchen (7), die weichere Steine und Metall matt machen.

Die Skala ist nicht gleichmäßig. Der Unterschied zwischen 9 und 10 ist viel größer als zwischen 4 und 5. Und hart ist nicht dasselbe wie stabil: Ein Stein kann hart sein und trotzdem bei einem Schlag spalten. Mehr dazu in Edelsteine und Perlen pflegen.

Die Grundlage: jedes Schmuckstück an seinen eigenen Platz

  • Nimm einen Schmuckkasten mit Fächern, oder ein weiches Säckchen pro Schmuckstück. Leg Schmuck nie lose auf einen Haufen.
  • Ringe in eine Ringrolle oder ein Fach mit Schlitz, damit sie aufrecht stehen und nicht aneinander reiben.
  • Ohrringe paarweise, in einem Fach oder auf einem Kärtchen. So geht keiner verloren.
  • Armbänder flach in ein Fach oder über einen Ständer. Lass schwere Gliederarmbänder nicht über einem schmalen Haken hängen.
  • Schmuck mit Steinen liegt am besten mit dem Stein nach oben, damit der Stein nicht gegen den Boden oder ein anderes Schmuckstück drückt.

Ketten ohne Knoten

Eine feine Kette mit Knoten bekommst du manchmal kaum noch auseinander, und Ziehen führt zu einem Knick oder Bruch.

  • Schließ den Verschluss, bevor du die Kette wegräumst.
  • Häng Ketten auf, an einen Haken oder Ständer, oder leg sie gestreckt in ein langes Fach.
  • Nimm auf Reisen einen Strohhalm. Fädle die Kette hindurch und schließ sie danach. So bleibt sie gestreckt.
  • Hast du trotzdem einen Knoten, leg die Kette flach hin und löse ihn in Ruhe mit zwei Nadeln. Zieh nie an den Enden.

Silber wird schwarz: So verhinderst du es

Silber verfärbt sich durch Schwefelverbindungen in der Luft. Es entsteht eine dunkle Schicht aus Silbersulfid. Das geht schneller, wenn es feucht ist und wenn Silber nah an Materialien liegt, die Schwefel abgeben.

  • Bewahre Silber verschlossen auf, jedes Stück in einem Beutel aus Polyethylen oder in einer gut schließenden Box.
  • Nimm Anti-Anlauftücher oder -streifen. Sie nehmen Schwefel aus der Luft auf, bevor das Silber es tut. Ersetze sie nach Anleitung.
  • Leg ein Beutelchen Silicagel dazu. Trockenere Luft verlangsamt das Anlaufen. Mach das nicht bei Perlen und Opal, siehe unten.
  • Vermeide Gummi, Latex und Filz in der Nähe von Silber. Sie enthalten Schwefel. Achte auch auf alte Gummibänder und Gummidichtungen in Boxen.
  • Trag Silber einfach. Ein Schmuckstück, das oft getragen und mit einem weichen Tuch abgewischt wird, verfärbt sich weniger.

Ist es trotzdem schwarz geworden, lies in Schmuck reinigen, wie du das sicher entfernst.

Tipp: Gib in AgAurium jedem Schmuckstück einen Aufbewahrungsort, etwa „Schmuckkasten, Fach 3“ oder „Bankschließfach“. Dann weißt du immer, wo es liegt, auch wenn du es eine Zeit lang nicht getragen hast. AgAurium kostenlos testen →

Perlen und Opal: nicht zu trocken

Während Silber von trockener Luft profitiert, brauchen Perlen und Opal gerade etwas Feuchtigkeit. Sie können austrocknen, matt werden oder Risse bekommen.

  • Kein Silicagel bei Perlen und Opal.
  • Nicht lange in Plastik. Ein weiches Stoffsäckchen ist besser. Plastik kann Perlen auf Dauer austrocknen.
  • Ein Bankschließfach ist oft sehr trocken. Für Perlen und Opal ist das auf lange Sicht kein guter Ort. Kontrollier sie ab und zu oder bewahre sie zu Hause auf.
  • Leg eine Perlenkette flach hin. Hängend dehnt sich der Seidenfaden.

Im Alltag: als Letztes an, als Erstes ab

Viele Schäden entstehen im Alltag:

  • Leg Schmuck als Letztes an, nach Parfum, Haarspray, Make-up und Creme. Diese Stoffe hinterlassen eine Schicht und greifen Perlen und weiche Steine an.
  • Nimm ihn als Erstes ab, bevor du Sport machst, im Garten arbeitest, putzt oder schlafen gehst.
  • Nicht ins Schwimmbad oder in die Sauna. Chlor kann Goldlegierungen angreifen. Vor allem Weißgold mit Nickel und stark beanspruchte Krappen sind empfindlich.
  • Nimm Ringe beim Abwaschen ab und leg sie an einen festen Platz, nicht auf den Rand der Spüle.

Tresor, Bankschließfach und Reisen

  • Ein Tresor zu Hause schützt gut vor Einbruch, aber achte auf Feuchtigkeit. Vor allem ein feuerfester Tresor kann feucht werden. Nimm Silicagel für Silber und Gold, aber nicht bei Perlen und Opal. Mehr dazu in Der beste Ort für deine Sammlung.
  • Ein Bankschließfach ist sicher, aber trocken. Gut geeignet für Gold, Platin und harte Steine.
  • Auf Reisen: Nimm nur mit, was du trägst, bewahre jedes Schmuckstück einzeln in einem Etui mit Fächern auf und behalte Schmuck im Handgepäck.

So hilft AgAurium

Wer mehrere Schmuckkästen, einen Tresor und vielleicht ein Bankschließfach hat, weiß nach einer Weile nicht mehr genau, was wo liegt. In AgAurium gibst du jedem Schmuckstück einen Aufbewahrungsort, suchst danach und änderst mit der Massenbearbeitung den Aufbewahrungsort einer ganzen Gruppe auf einmal. Mit einem Foto hältst du fest, wie das Schmuckstück aussah, und den Kaufbeleg oder das Zertifikat speicherst du dazu. Aufbewahrungsort und Kaufbelege siehst nur du.

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